Wunderbare Wörter: Unding

 Wir kennen schon das Wort "Ding".  

"Unding" ist aber ganz neu, mindestens für mich.  

Ich lese noch ein Krimi von Anna Johannsen (der fünfte Krimi?):  Die alte Dame am Meer (Die Inselkomissarin). Im Buch ist eine alte Dame mit einem Kissen erstickt.  (Der Täter hatte wahrsheinlich mehr "Gluck" als Xenia von Hauptstadt!)  Die Hauptkomissarin, Lena Lorenz, spricht mit ihre Tante, die die alte Dame gut gekannt hat.  Die Tante Beke sagt:  

"Als wir jung waren, konnten Frauen nicht einfach machen, was sie wollten.  Der Vater oder später der Mann haben über unsere Leben bestimmt.  Gesa [die alte Dame] hat davon geträumt, Künstlerin zu werden.  Si ist mit neunzehn nach Hamburg gezogen, ein Unding zu dieser Zeit."  

Es ist mir interessant, wie die Autorin dieser Krimis sich mit Religion und Frauenrechte beschäftigt.   Ich meine damit nicht, dass sie die Krimis schreibt, um über diese Dinge zu sprechen, aber dass sie ein Teil ihre Weltblick sind.  Eine Hauptfigure über der Bibel sagt dass sie nicht nützlich ist weil "Das Ding ist über zweitausand jahre alt!"  Diese Kommentäre sind, wie gesagt, nur beiläufig [incidental].  Daniel Kehlmann demgegenüber [in contrast] will etwas über die Religion sagen.  Er denkt, dass die Leute bereit sind, zu viel Gewalt für ihre Religion zu tun sind.  Ich würde zustimmen:  wann die Ursache so wichtig ist, dass mann alles machen will, selbst die Dinge die auch gegen die Religion sind, um die Ziel zu erreichen, die Ziel ist jezt wichtiger als die Religion, und wir haben jetzt den Salat.  

Moderne Beispiel:  dass man betrügen [cheat] kann, um die "richtige" Richter:in oberstes Gericht zu stellen, was leider heute kein Unding ist! 

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